Wenn im Alltag von Rheuma gesprochen wird, ist meist die Rheumatoide Arthritis (RA) gemeint – eine chronisch‑entzündliche Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die Gelenkinnenhaut angreift und Entzündungen verursacht.
Typisch für die Rheumatoide Arthritis sind:
- warme, geschwollene und schmerzhafte Gelenke, oft an Händen und Füßen
- Morgensteifigkeit der Gelenke über mindestens 30 Minuten
- symmetrischer Befall beider Körperseiten
- Müdigkeit, Erschöpfung und allgemeines Krankheitsgefühl
Im Verlauf können auch größere Gelenke sowie Sehnenscheiden, Schleimbeutel oder die Haut betroffen sein. Bei manchen Betroffenen treten sogenannte Rheumaknoten auf.
Unbehandelt kann die RA zu Gelenkschäden, eingeschränkter Beweglichkeit und zunehmenden Schmerzen führen – deshalb ist eine frühzeitige und konsequente Behandlung wichtig.
Für die Diagnose kombiniert der Arzt mehrere Bausteine:
- Klinische Symptome wie geschwollene, druckempfindliche, warme Gelenke
- Morgensteifigkeit und symmetrischer Gelenkbefall
- Laborwerte, z. B. erhöhte Entzündungsparameter, Rheumafaktoren oder CCP‑Antikörper
- Bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Röntgen oder MRT, um Gelenkveränderungen sichtbar zu machen
Es gibt keinen einzelnen Test, der Rheumatoide Arthritis sicher beweist – ausschlaggebend ist immer die Gesamtschau aus Beschwerden, Untersuchungsbefunden und Laborwerten.
